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Von der Ostsee nach Hawaii

Auf dem diesjährigen Surf Festival Fehmarn gab es jetzt auch bei Leichtwind viel zu surfen: die neue Spielform des Windsurfens „Lightriding“ hielt erstmals Einzug. Lightriding macht es auch Ein- und Aufsteigern sehr leicht, bei wenig Wind zu surfen und an Technik und Mooves zu feilen.

Lightriding begeistert die Windsurfer auf dem Surf Festival Fehmarn

 

Auf dem diesjährigen Surf Festival Fehmarn gab es jetzt auch bei Leichtwind viel zu surfen: die neue Spielform des Windsurfens "Lightriding" hielt erstmals Einzug. Gerade die weniger erfahrene Surfer kamen somit jetzt auch voll auf ihre Kosten. Denn Lightriding macht es auch Ein- und Aufsteigern sehr leicht, bei wenig Wind zu surfen und an Technik und Mooves zu feilen.

 

Fehmarn ist seit jeher bekannt als die Windsurf-Insel - für alle Bedingungen und für Jedermann findet sich dort der perfekte Spot. Deswegen findet auf Fehmarn auch Europas größte Testveranstaltung im Windsurfsport statt: das Surf-Festival. Ein neuer Trend dieses Jahr war das zum ersten Mal vertretene Lightriding: Ein neues Konzept für das Surfen bei Leichtwind. Ganz nach dem Motto: "Hauptsache auf dem Wasser sein und Spaß haben" probierten sich viele mit den neuen Boards und leichten Lightriding-Segeln, vor allem vormittags, als der Wind noch nicht sehr stark war.

 

Spannend für die Windsurfer war es vor allem, Bewegungen auszuprobieren, die bisher nur im Freestylebereich etabliert sind. Von "Switch Stance", dem Rückwärtsfahren, über "Clue First", wobei das hintere Ende des Segels nach vorne gerichtet wird, bis hin zu "Backwinded" (Segel genau 90 Grad zum Wind) wurde am Wochenende auf Fehmarn mehr geübt als jemals zuvor auf dem surf Festival. Denn genau dafür ist Lightriding da: das Üben bei Leichtwind verbessert die Koordination und das Gefühl für Wind und Wellen mitsamt der Balance auf dem Brett besonders schnell und effektiv. Dadurch kann man ganz nebenbei sogar auf jedem Baggersee für den Traum vom Power-Windsurfen an einem Bilderbuch-Spot trainieren. "Man sieht ganz klar, dass die Leute aufs Wasser wollen. Die Faszination, die von Wind und glitzerndem Wasser ausgeht, ist ungebrochen." sagt Bernd Flessner, 16-facher Deutscher Meister und zweimaliger IFCA Slalom Weltmeister - "Durch Lightriding wird Windsurfen nicht neu erfunden. Es wird nur sehr, sehr viel leichter".

 

Besonders gut kommen dabein die aufblasbaren WindSUP Boards an, das sind Stand Up Paddling Boards mit der Möglichkeit, ein Segel darauf zu montieren. WOW sprach mit Klaas Voget über die Evolution, die im Bereich des Windsurf-Materials stattfindet und die Lightriding gerade auch für Binnenseen wieder besonders spannend macht: "Die aufblasbaren WindSUP-Boards erweitern den Einsatzbereich immens! Bei Null Wind kann man Paddeln und wenn der Wind zunimmt, packt man ein Segel drauf und geht zum Lightriding. Außerdem kann mit so einer Kombi die ganze Familie etas anfangen." Das Equipment kann leicht in einem Rucksack transportiert werden und auch in aufgepumpten Zustand gut zu handeln, es bleibt aber beim Fahren trotzdem absolut formstabil - "Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich auf einem aufblasbaren Brett unterwegs bin" sagt Sonja, eine der Lightriding-Testerinnen.

 

Neben den Boards hat sich aber vor allem im Bereich der Segel viel getan. Für das Lightriding werden kleine, leichte Segel zwischen 3,5 bis maximal 5,0 Quadratmeter empfohlen. Gerade Einsteiger können somit das Segel auch leicht wieder aufholen, wenn sie einmal ins Wasser gefallen sind. Ganz besonders leicht ist dabei das iRIG, das weltweit erste komplett aufblasbare Leichtwind-Segel, das von der Technik her wie ein Kite aufgepumpt wird und somit bei Leichtwind bis zu einer Stärke bis zu 12-14 Knoten Stand hält. Das iRIG wiegt sogar nur 1,5 Kilogramm.