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World of Windsurfing: Lightriding - Interview mit Pierre-Yves Mottier

Lightriding gilt als neue Spielform des Windsurfens. Wir haben Windsurf-Coach Pierre-Yves Mottier als einen der Initiatoren gefragt, was es mit diesem Trend auf sich hat.

„Spielt mit dem Wind und werdet Freunde!“

Lightriding gilt als neue Spielform des Windsurfens. Wir haben Windsurf-Coach Pierre-Yves Mottier als einen der Initiatoren gefragt, was es mit diesem Trend auf sich hat.   

Lightriding ist eine neue Spielform des Windsurfens, es soll besonders leicht zu erlernen sein und bei nahezu allen Windverhältnissen möglich. Wir haben einen der Mitgestalter dieser neuen Variante des Windsurfens gefragt, was es mit diesem Trend auf sich hat und wie ernst man das Versprechen von mehr Leichtigkeit und Spaßnehmen kann. Pierre-Yves Mottier (PYM) ist Schweizer, ehemaliger Weltcupfahrer und seit 25 Jahren Windsurf-Coach. Wenn man sich mit Pierre-Yves über Windsurfen unterhält, fällt kaum ein Satz ohne die Begriffe Leidenschaft, Passion oder Freude. Unverkennbar, dass dieser Mann Feuer und Flamme für diese Sportart ist. Einer Sportart, die im vergangenen Jahr ihren 50 Geburtstag feierte. Also Zeit, sich neu zu erfinden?

 

Windsurfen gibt es seit 50 Jahren, wie hat sich dieser frühere Trendsport bis heute entwickelt?

PYM: „50 ist ein wahrlich großer Geburtstag. Es ist sicherlich nicht die Trendsportart, die es vor einigen Jahren mal war. Sie ist etabliert und es wird immer Leute geben, die Windsurfen betreiben. Wenn diese Sportart vom Aussterben bedroht wäre, gäbe es sie schon längst nicht mehr. Mit 50 wird man einfach ein wenig ruhiger und entwickelt sich weiter. Heute sieht man beim Freestyle, um was es beim Windsurfen geht. Lightriding übernimmt viele Elemente aus dem Freestyle-Bereich: Dabei geht es um jede Menge Spaß, auch bei sehr leichten Winden. Damit ist Windsurfen für mich lebendiger als je zu vor.“

 

Wie kam es zur Entwicklung von Lightriding?

PYM: „Nach 25 Jahren als Windsurf-Coach bei gleichermaßen Leichtwind und Starkwind-Bedingungen ist das für mich eine logische Evolution. Ich probiere bei leichten Winden Tricks und Manöver. Ich trainiere diese, gewinne Balance und Sicherheit, und wenn ich mich sicher genug fühle, versuche ich das auch bei starkem Wind. Das Spiel mit leichtem Wind macht allerdings so viel Freude, dass man es nicht nur zur Vorbereitung auf starken Wind nutzen möchte. Es hat auch als eigene Spielart des Windsurfens Daseinsberechtigung. Wir haben dieser Variante des Windsurfens einen Namen gegeben, der das Gefühl auf dem Brett sehr stark trifft: Lightriding.“

 

Wie würden Sie Lightriding in kurzen Worten beschreiben?

PYM: „Die Hauptmerkmale sind für mich das sehr einfache Vokabular, viel Bewegung und damit Energie auf dem Brett, „Learning by Doing“ und der spielerische Umgang mit Wind, Wasser, Brett und Segel. In einem Satz: Windsurfen für jeden zugänglich, mit Spaß und in einem ganzheitlichen Lernkonzept verpackt.“

 

Welches Potenzial hat diese neue Variante des Windsurfens für Sie?

PYM: „Lightriding ist ja keine komplett neue Sportart. Sie deckt 80 Prozent davon ab, was beim Windsurfen möglich ist. Das Neue ist, dass man das bei sehr leichtem Wind tun kann. Es erlaubt Einsteigern sich langsam an einen sehr faszinierenden Sport heranzutasten und das neu Erlernte bei starkem Wind zu verbessern.

Routiniers und Könnern bietet es einen großen Spielplatz, um neues Auszuprobieren und einfach mehr Zeit auf dem Brett zu verbringen, das mir persönlich seit vielen Jahren sehr viel Spaß bereitet.“

 

Lightriding verspricht schnellen Lernerfolg. Wie funktioniert dieser?

PYM. „Keine Frage - Windsurfen wird immer Zeit benötigen, um es zu einem Könner zu schaffen. Schließlich bietet dieser Sport sehr viele Möglichkeiten, um Brett, Wind und Segel zu koordinieren. Beim Lightriding haben wir die Komplexität der Abläufe verringert und machen es einfacher, gerade für Einsteiger, es zu verstehen. Mit Lightriding verbringst du jede Minute auf dem Brett damit, deine Fähigkeiten zu verbessern. Unmerklich und mit viel Spaß. Das kannst du dann später bei Starkwind für dich nutzen.“

 

Warum sollte heute jemand mit Lightriding beginnen?

PYM: „Lightriding ist ideal, um es direkt nach dem „Stand Up Paddling“ zu probieren, sobald es Winde zwischen fünf und zwölf Knoten gibt, also bei einer sehr leichten Brise. Es ist zwar für Einsteiger konzipiert, aber optimal, um sich an Freestyle Manöver heranzuwagen. Jede komplexe Bewegung, kann beim Lightriding in einzelne, einfache Manöver zergliedert werden.“

 

Wie würdest Du jemandem Lightriding erklären, der noch nie gesurft ist?

PYM: „Lightriding ist ein Spiel mit dem Wind, bei dem Ihr am Ende miteinander befreundet seid.“

 

Danke Pierre-Yves Mottier.

 

 

Lightriding auf einen Blick                                                                 

Mehr Zeit auf dem Wasser # Besseres Brettgefühl # Weniger Kraftaufwand 

  • Vereinfachtes Material

    Spezielle großvolumige, aber sehr leichte Bretter und kleinere Segel erleichtern das Balance-halten. Allerdings ist Lightriding auch mit herkömmlichem Windsurf-Equipment erlernbar. 
  • Destination: Vor der Haustür

    Stilles Gewässer und kaum Wind: Optimale Bedingungen für Lightriding. Das sind Bedingungen, die auf vielen Seen die meiste Zeit vorherrschen. Das genügt bereits, damit Sie viel Spaß auf dem Surfbrett in der Natur erleben.