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Windsurfen oder Stand Up Paddling?

Ein Wochenende am See ist fein. Eine Woche am Meer ist sogar noch feiner. In beiden Fällen gibt es neben sonnenbaden, lesen und Eiskrem schlecken sicherlich einige Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Findet doch am besten gleich mal raus, ob es in der Nähe Eures Reiseziels eine Wassersportschule gibt. Diese kann Euch sicherlich Leihmaterial und Kurse zum Stand Up Paddeln oder Windsurfen bieten.

 

Ihr wisst noch nicht so genau, für welche Sportart Ihr Euch entscheiden sollt? Kein Problem. Im Folgenden stellen wir Euch beide Sportarten näher vor:

Windsurfen – die Mutter aller Trendsportarten

Die Geschichte des Windsurfens ist eng verknüpft mit Robby Naish, blondlockigem Surferboy aus Hawaii. In den späten 70ern feierte er als Windsurfer weltweite Erfolge und hunderttausende auf der ganzen Welt stiegen dank ihm aufs Brett. Windsurfen wurde zum absoluten Mega-Hype, man spricht heute vom Windsurfen gar als „Mutter aller Trendsportarten“.

Ende der 80er nahm die Nachfrage ab. Die ehemaligen „wilden“ Jungs und Mädels, die mit VW-Bus auf der Suche nach Wind und Wellen durch die Lande zogen und abends bei Lagerfeuer und Gitarrenmusik zusammenkamen, wurden vom Ernst des Lebens eingeholt, mussten arbeiten, gründeten Familien und wurden sesshaft. Und die meisten hatten nicht das Glück, das Robby hatte, ihr Hobby Surfen zum Beruf machen zu können.

Doch nun kramen sie ihre Bretter wieder hervor. Seit 2006 verzeichnet das Allenspach-Institut für Demographie einen Zuwachs unter der „windsurfenden“ Bevölkerung, ein Trend, der sich durchs ganze Land zieht: in jeder Altersgruppe, auch unter den Kindern und Teenagern, wird wieder mehr gesurft.

Der Grund? Windsurfen ist um einiges einfacher geworden, als es in den 80ern war. Die Boards sind heute leichter und gleiten besser. Die Segel sind leichter zu handeln, auch Kinder können sie problemlos aus dem Wasser ziehen. Und das Spektrum der Stile, die man als Windsurfer ausüben kann, ist gewachsen: neben Rennen (Regatten) gibt es heute die Disziplinen Wave (das Abreiten hoher Wellen) und Freestyle (Manöver und Tricks auf dem Board, wie beim Freestyle-Skifahren oder -Skaten). Philip Köster und viele andere Nachwuchstalente zeigen, wie cool und zeitgemäß der Sport auch heute noch ist.

Stand Up Paddling (SUP) – einfach SUPer!

SUP ist die Abkürzung für Stand-Up-Paddlen oder auch Stehpaddeln. Es ist dem Wellenreiten ähnlich, nur dass man auf dem (überdimensional grossen) Surfbrett steht und nicht mit den Händen, sondern einem Stechpaddel paddelt. Das tolle dabei ist, man braucht kein Meer und keine Welle, sondern kann es auf dem lokalen Fluss, See oder Kanal betreiben.

Stand Up Paddeln wird vermutlich bereits seit Jahrtausenden betrieben. Insbesondere sind in Asien noch heute Ein-Mann-Bambusflöße im Einsatz, bei denen neben Stangen auch Paddel im Stehen zur Erzeugung des Vortriebs eingesetzt werden. Im 20. Jahrhundert standen zunächst nur Fotografen und Surflehrer auf Hawaii auf dem Brett, um durch die aufrechte Position besser sehen zu können. Später kam der Einsatz eines Stechpaddels hinzu, er erlaubte es, schneller vom Ufer zu den wellenbrechenden Riffen und zurück zu gelangen.

In der weiteren Entwicklung wurde es zu einer Alternative für wellenarme Tage am Meer, wird aber inzwischen auch auf Binnengewässern wie Flüssen und Seen als Workout betrieben. Vermutlich hast Du die Stand Up Paddler auch schon am heimischen Baggersee ihre Runden drehen sehen! 

Tipp: Warum nicht beides? 

Moderne Crossover-Boards bieten die Möglichkeit, an ruhigen, windstillen Tagen gemütlich auf dem Board seine SUP-Runden zu drehen und mit wenigen Handgriffen ein Segel zu montieren, sobald es etwas windiger wird. So lassen sich die Vorzüge beider Sportarten perfekt miteinander kombinieren - mehr Infos gibt es hier.